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Abzocke im Transportwesen

Für ein Treffen mit Düsseldorfer Architekten habe ich gestern auf SBB.ch die Zuverbindungen nachgeschaut und erfreut festgestellt, dass die Kosten gar nicht so teuer sind. Am späten abend dann schnell unsere Freunde kontaktiert und eine Unterkunft organisiert.
Als ich heute die Reise definitv buchen wollte, habe ich nicht schlecht gestaunt, weil der Preis heute (nebst den S-Bahn Tickets von Küsnacht-Goldbach nach Zürich und zurück für Fr. 10.-) rund Fr. 64.- teurer wurde.

Da die Zahlung mit Twint nicht funktionierte, habe ich den Support von SBB.ch kontaktiert, der mir mitgeteilt hatte, dass die Twint Lösungen von UBS und Raiffeisen auf der Homepage von SBB nicht funktionieren. (Leider gab es kein Hinweis auf der homepage). Der Support Mitarbeiter hat mir gesagt, dass ich mich komplett abmelden und wieder neu einloggen soll und dann halt mit Masterkarte bezahlen solle, was ich so auch gemacht habe. Doch während diesen ca. 5 Minuten ist der Preis um weitere Fr. 15.- angestiegen.

Da mir dies nicht das erste Mal auf SBB.ch passiert ist, vermute ich ein Algorithmus der bei jedem erneuten einloggen auf SBB.ch die Preise nach oben korrigiert.
Bei Flugbuchungen ist mir dieses Phänomen auch schon aufgefallen.
Aus diesem Grund empfehle ich Folgendes:
Abfrage von Fahrplan und Preisen auf fremdem Computer mit fremden Login.
Ticketkauf über eine VPN Verbindung in Deutschland direkt bei der Deutschen Bahn oder in Frankreich bei SNCF direkt.
Obwohl vom ökologischen Fussabdruck Bahnreisen die beste Wahl sind, verhindern die SBB eine sinnvolle Einbindung von Auslandverbindungen in Ihrer Homepage. Als kleines Beispiel: Wer nach Mailand fahren will, bekommt die Spartickets auf der SBB homepage nicht zu sehen. Man muss mühseelig ein Sparticket von Zürich nach Lugano oder Chiasso buchen und dann das Anschlussticket nach Mailand separat kaufen, obwohl man im gleichen Zug sitzenbleiben kann

Liebe SBB, das ist leider kein "service public" wie ich ihn mir wünsche :-( Urs Esposito, 11.09.2026